Neusiedler See: LR Dorner setzt auf Donauwasser-Zuleitung und Wasserrückhalt im Seewinkel
EISENSTADT – Der Neusiedler See soll langfristig abgesichert werden: Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner bekräftigt das Ziel des Landes Burgenland, die 2024 von Bund, Niederösterreich und Burgenland unterzeichnete Grundsatzvereinbarung zur klimawandelbedingten Sicherung der Wasserressourcen im Osten Österreichs rasch umzusetzen. Im Mittelpunkt steht die geplante Zuleitung von Donauwasser in die Region.
Niedriger Wasserstand nach trockenem Sommer
Anhaltende Trockenheit über viele Wochen, wenig bis kein Niederschlag und Rekordtemperaturen im Sommer haben heuer österreich- und europaweit dazu geführt, dass die Pegelstände vieler Gewässer stark zurückgegangen sind. Auch der Neusiedler See als zweitgrößter Binnensee Europas ist davon betroffen, sein Wasserstand liegt auf sehr niedrigem Niveau. Umso wichtiger ist es aus Sicht des Landes, die vereinbarten Maßnahmen zügig voranzubringen.
Donauwasser für die Ostregion: Machbarkeitsstudie als erstes Projekt
Als erstes überregionales Projekt sieht das Abkommen vor, die Zuleitung von Donauwasser in die Ostregion – in Niederösterreich südlich der Donau und in das nördliche Burgenland – im Rahmen einer Machbarkeitsstudie gemeinsam zu entwickeln. Für das Burgenland ist das „ein ganz wesentlicher Punkt zur langfristigen Absicherung für die gesamte Region, woran auf Expertenebene mit Nachdruck an einer Lösung gearbeitet wird“.
Für Dorner unterstreicht „dieser Schulterschluss über die Bundesländergrenzen hinweg und zwischen Bund und Ländern die Bedeutung dieses Vorhabens, vor allem den Erhalt einzigartiger Lebensräume wie des Neusiedler Sees oder der Sodalacken des Seewinkels“.
Dorner: „Jeder Tropfen Wasser so lange wie möglich in der Region“
Eine wichtige Maßnahme zum Schutz der sensiblen Ökosysteme im Seewinkel ist, das Wasser in der Region zu halten. Dafür wurden in den vergangenen zwei Jahren mehr als 30 Wehranlagen errichtet bzw. instandgesetzt. „Wir müssen dafür sorgen, dass jeder Tropfen Wasser so lange wie möglich in der Region gehalten wird. Durch gezielten Rückstau an mehreren Entwässerungsgräben wird der Abfluss von Wasser bereits gedrosselt“, erklärt Dorner.
LIFE-Projekt „Pannonic Salt 2023“ mit rund zwölf Millionen Euro
Für die nachhaltige Verbesserung der Grundwassersituation spielt auch das LIFE-Projekt „Pannonic Salt 2023“ eine wichtige Rolle. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt rund zwölf Millionen Euro.
„Wir haben uns im Zukunftsplan 2030 klar zum Erhalt des Naturjuwels Neusiedler See bekannt. Dafür sind die genannten Maßnahmen, aber insbesondere die Stützung der natürlichen Wasserressourcen durch die Zuleitung von Wasser aus der Donau für die Dotierung des Grundwasserspiegels im Seewinkel, unerlässlich“, betont Dorner.
Die Maßnahmen im Überblick
- Grundsatzvereinbarung 2024: Bund, Niederösterreich und Burgenland sichern gemeinsam die Wasserressourcen im Osten Österreichs.
- Donauwasser-Zuleitung: Machbarkeitsstudie für Niederösterreich südlich der Donau und das nördliche Burgenland.
- Wasserrückhalt im Seewinkel: mehr als 30 Wehranlagen in zwei Jahren errichtet bzw. instandgesetzt.
- LIFE-Projekt „Pannonic Salt 2023“: rund zwölf Millionen Euro für die Grundwassersituation.
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Quelle: Landesmedienservice Burgenland
Bildquelle: B24
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