Hochwasserschutz Hannersdorf: Spatenstich für 4,14-Millionen-Projekt an Pinka, Tauchenbach und Erlbach
HANNERSDORF – Mit dem Spatenstich für das umfassende Hochwasserschutzprojekt in der Gemeinde Hannersdorf ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung gesetzt. Die Maßnahmen an Pinka, Tauchenbach und Erlbach schützen künftig die drei Ortsteile Hannersdorf, Burg und Woppendorf sowie Tourismuseinrichtungen wie den Badesee Burg vor einem 100-jährlichen Hochwasser. Das Gesamtbauvolumen beträgt rund 4,14 Millionen Euro.
Dorner: „Schutzmaßnahmen mit ökologischer Aufwertung verbinden“
„Mit diesem Projekt schaffen wir einen nachhaltigen Schutz für die Bevölkerung in Hannersdorf, Burg und Woppendorf. Dabei verbinden wir notwendige Schutzmaßnahmen mit einer ökologischen Aufwertung unserer Gewässer“, betonte Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner. Umweltminister Norbert Totschnig, der nicht persönlich anwesend sein konnte, unterstrich: „Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition in mehr Sicherheit, in eine intakte Umwelt und in unsere Zukunft.“
Dämme, Mauern und mobile Schutzelemente
In Burg und im Bereich des Badesees entstehen am Erlbach beidseitig neue Hochwasserschutzdämme, Geländeanhebungen und Mauern, dazu kommen mobile Schutzelemente. Zusätzlich wird der Querschnitt einer Brücke vergrößert. An der Pinka in Burg und Woppendorf sowie am Tauchenbach in Hannersdorf werden bestehende Schutzdämme angepasst und verstärkt.
Bürgermeister Gerhard Klepits: „Der Spatenstich ist ein wichtiger Schritt für unsere Gemeinde und unsere Bevölkerung. Es geht darum, Sicherheit und Natur in Einklang zu bringen – eine Investition, von der auch kommende Generationen profitieren werden.“
Mehr Lebensraum an Erlbach und Pinka
Am Erlbach wird auf rund 2,5 Kilometern der natürliche Gewässerverlauf durch eine Aufweitung des Gerinnes und eine Laufverlängerung wiederhergestellt, ergänzt durch Strukturierungen, Bepflanzungen und Gewässerrandstreifen. An der Pinka wird auf rund 300 Metern eine Sohlstufe in eine aufgelöste Rampe umgebaut. Die Maßnahmen orientieren sich an der EU-Wasserrahmenrichtlinie und am Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan.
So wird finanziert
- Hochwasserschutz (2,7 Mio. Euro): Bund und Land je 1,08 Mio. Euro, Gemeinde 540.000 Euro
- Gewässerökologie (1,44 Mio. Euro): Bund 864.000 Euro, Biodiversitätsfonds des Bundes 115.200 Euro, Land 432.000 Euro, Gemeinde 28.800 Euro
Mit der Umsetzung ist die STRABAG AG beauftragt. Die Arbeiten begannen im Dezember 2025 mit vorbereitenden Rodungen. Die Hochwasserschutzanlagen sollen ab Dezember 2027 funktionsfähig sein, die Gesamtfertigstellung ist für Juni 2028 geplant.
Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, Sektionschefin Monika Mörth (BMLUK), Bürgermeister Gerhard Klepits, Abteilungsvorstand Wolfgang Heckenast (Amt der Bgld. Landesregierung, Abteilung 5) sowie Vertreter der ausführenden Gewerke beim Spatenstich für das Hochwasserschutzprojekt in Hannersdorf. (Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland / Dorothea Müllner-Frühwirth)
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Quelle: Landesmedienservice Burgenland
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland / Dorothea Müllner-Frühwirth
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