LR Schneemann: 40 Jahre Sozialhaus Burgenland – Unterstützung für rund 2.000 Menschen
OBERWART – Das Sozialhaus Burgenland feiert sein 40-jähriges Bestehen. Seit 1986 bietet die Einrichtung in Oberwart Familien, Frauen mit Kindern und alleinstehenden Frauen in sozialen und finanziellen Notlagen eine vorübergehende Wohnmöglichkeit sowie Beratung und Begleitung. Rund 2.000 Menschen haben in den vergangenen vier Jahrzehnten im Sozialhaus gewohnt.
Schneemann: „40 Jahre gelebte Solidarität“
Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann würdigte das Jubiläum und betonte den gesellschaftlichen Auftrag der Einrichtung: „40 Jahre Sozialhaus Burgenland stehen für 40 Jahre gelebte Solidarität. Denn soziale Sicherheit zeigt sich gerade dann, wenn Menschen unverschuldet in eine existenzielle Krise geraten. In solchen Momenten dürfen wir niemanden alleinlassen. Das Sozialhaus bietet nicht nur Schutz und ein Dach über dem Kopf, sondern gibt Menschen Halt, Perspektiven und die Chance auf einen selbstbestimmten Neuanfang. Genau das ist unser Anspruch an ein soziales Burgenland: Wir fangen Menschen auf, wenn sie Unterstützung brauchen, und stärken sie dabei, wieder auf eigenen Beinen zu stehen.“

Vom Verein „Die Treppe“ zu den Sozialen Diensten Burgenland
Die Geschichte des Sozialhauses reicht bis 1982 zurück: Damals wurde der Verein „Die Treppe“ gegründet. 1986 mietete der Verein Räumlichkeiten im ehemaligen Schwesternwohnheim in Oberwart an. 2017 wurde das Gebäude generalsaniert. Seit 2021 ist das Sozialhaus in die Sozialen Dienste Burgenland (SDB) integriert und damit langfristig finanziell abgesichert.
Heute stehen elf Wohnungen zur Verfügung: fünf Singlewohnungen, vier Wohnungen für Frauen mit Kindern und zwei Familienwohnungen. Drei davon sind barrierefrei. Der Aufenthalt ist kostenlos und anonym. Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Verschwiegenheitspflicht und begleiten Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Weg zu einer stabilen Lebens- und Wohnsituation.
Sascha Bock, Prokurist der SDB, sagt zum Jubiläum: „40 Jahre Sozialhaus Burgenland zeigen, wie wichtig es ist, Menschen in schwierigen Lebenslagen verlässlich zu begleiten. Diese Arbeit wollen wir auch künftig stärken und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit innerhalb der SDB dafür bestmöglich nutzen.“
Beratung auch für Nicht-Bewohnerinnen
Die Unterstützung umfasst Krisen- und Konfliktberatung, Finanzberatung sowie Hilfe bei Schulden, Behördenwegen und der Wohnungssuche. Auch bei Fragen rund um die Eltern-Kind-Beziehung und bei der Organisation von Betreuungsplätzen für Kinder stehen die Mitarbeiterinnen zur Seite. Beratung ist zusätzlich auch für Frauen und Familien möglich, die nicht im Sozialhaus wohnen.
Durch die Integration in die SDB sind Synergien mit anderen Fachbereichen wie dem Psychosozialen Dienst oder den Angeboten von Netzwerk Kind noch besser nutzbar. Die Leiterin des Sozialhauses, Kerstin Bedenik, erklärt: „Unser Ansatz ist, dass wir Menschen dabei begleiten, neue Perspektiven zu entwickeln und ihre Eigenständigkeit zu stärken. Dabei finden wir einen gemeinsamen Weg aus der jeweiligen Krise in eine stabile Zukunft.“
Das Sozialhaus Burgenland ist erreichbar unter 05 09 44 4100.
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Quelle: Landesmedienservice Burgenland
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland / Dorothea Müllner-Frühwirth
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