Rekord im Burgenland: Jedes zweite privat neu zugelassene Auto ist ein E-Auto

EISENSTADT – Neuer Rekordwert für die Elektromobilität im Burgenland: Im September 2026 war knapp jedes zweite privat neu zugelassene Auto ein rein batterieelektrisches Fahrzeug. Mit einem Anteil von 49,6 Prozent liegt das Burgenland damit österreichweit an der Spitze – vor Oberösterreich mit 46,4 Prozent. Mobilitätsminister Peter Hanke und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sehen darin ein starkes Signal, dass E-Mobilität gerade auch im ländlichen Raum kräftig an Fahrt gewinnt.

226 von 456 privaten Neuzulassungen fahren elektrisch

Besonders deutlich zeigt sich der Wandel bei den privaten Haushalten: Von den 456 im September privat neu zugelassenen Pkw waren 226 reine Elektroautos. Damit lag die Zahl der privaten E-Pkw-Neuzulassungen sogar leicht über jener der Benziner inklusive Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeugen, von denen 220 registriert wurden. Auf Diesel inklusive Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeugen entfielen nur zehn Neuzulassungen.

Insgesamt – privat und gewerblich – wurden im September im Burgenland 966 Pkw neu zugelassen. Davon waren 386 rein batterieelektrisch, was einem Anteil von rund 40 Prozent entspricht. Der Umstieg ist dabei nicht nur eine Frage des Antriebs, sondern auch der Alltagstauglichkeit, der Betriebskosten und der verfügbaren Ladeinfrastruktur.

Hanke: „Elektromobilität ist längst im ländlichen Raum angekommen“

„Wenn jedes zweite privat neu zugelassene Auto im Burgenland ein E-Auto ist, zeigt das: Elektromobilität ist längst im ländlichen Raum angekommen. Die Technologie entwickelt sich weiter, die Auswahl an leistbaren Fahrzeugen wächst und die Ladeinfrastruktur wird laufend ausgebaut. Unser Ziel ist es, den Umstieg so einfach und alltagstauglich wie möglich zu machen. Mit unserem E-Mobilitätsprogramm eMOVE Austria arbeiten wir daran, die passenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“, betont Mobilitätsminister Peter Hanke.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil erklärt: „Die aktuellen Zahlen sind ein starkes Zeichen für das Burgenland. Dass bereits rund 50 Prozent der privat neu zugelassenen Pkw rein elektrisch fahren, zeigt, dass die Elektromobilität bei den Menschen angekommen ist. Wir setzen auf ein Angebot, das im Alltag funktioniert und leistbar ist. Mit unserem Ausbau der Ladeinfrastruktur und günstigen Ladetarifen mit dem Fanclub Burgenland schaffen wir dafür wichtige Voraussetzungen.“

Flächenbundesländer an der Spitze

Der Bundesländervergleich zeigt, dass E-Mobilität längst kein ausschließlich städtisches Thema mehr ist: Mit dem Burgenland (49,6 Prozent), Oberösterreich (46,4 Prozent) und Niederösterreich (42,1 Prozent) liegen drei Flächenbundesländer an der Spitze der privaten E-Pkw-Neuzulassungen. Wien kommt auf 29,7 Prozent, Salzburg auf 28,7 Prozent.

„Natürlich muss ein Elektroauto für die Menschen leistbar sein. Deshalb ist es wichtig, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen – mit einem gut ausgebauten Ladenetz, günstigen Ladetarifen und Angeboten, die im Alltag funktionieren. Genau diesen Weg gehen wir im Burgenland“, betont LH Doskozil.

Alle 13 Kilometer eine Ladestation

Das Burgenland verfügt über eines der dichtesten Netze an öffentlicher Ladeinfrastruktur: Im Schnitt gibt es alle 13 Kilometer eine Ladestation, während eine Tankstelle für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nur alle 70 Kilometer zu finden ist. Gleichzeitig entstehen neue E-Tankstellen mit jenem Komfort, den Autofahrerinnen und Autofahrer von herkömmlichen Tankstellen gewohnt sind – mit Preissäule, Wetterschutz sowie Shop- und Sanitärbereich.

Laden um 3,50 Euro pro 100 Kilometer

„Unser Ziel ist, dass E-Mobilität im Burgenland nicht nur klimafreundlich, sondern vor allem einfach, alltagstauglich und leistbar ist. Wer Strom aus dem Fanclub Burgenland Energieunabhängig nutzt, kann sein Elektroauto um 3,50 Euro pro 100 Kilometer laden, wenn im Burgenland entsprechend Wind- und Sonnenstrom produziert wird. Die Menschen sollen vom Umstieg auf ein E-Auto auch finanziell profitieren. Denn wenn Elektromobilität im Alltag funktioniert und sich für die Menschen rechnet, dann schaffen wir auch die notwendige Akzeptanz und nehmen die Bevölkerung auf diesem Weg mit“, so Doskozil.

Ergänzend zum Ausbau der Ladeinfrastruktur und zu günstigen Ladeangeboten unterstützt das Land Burgenland die Elektromobilität über den Burgenländischen Ökoenergiefonds. Gefördert werden sowohl die Anschaffung von Elektrofahrzeugen als auch private Lademöglichkeiten.

Mehr zum Thema auf B24: Burgenland beschleunigt Ausbau erneuerbarer Energien · Klimaneutralität 2030: Haider-Wallner kündigt Maßnahmen an · LR Dorner: Kein anderes Bundesland hat größeres Regionalbus-Angebot als das Burgenland

Quelle: Landesmedienservice Burgenland / Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI); Daten: Statistik Austria, Darstellung: OLÉ – Österreichs Leitstelle für Elektromobilität @AustriaTech

Bildquelle: BMIMI (Archivfoto: LH Hans Peter Doskozil und Mobilitätsminister Peter Hanke)

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.

Mehr Aktuelles aus dem Burgenland gibt’s hier, jetzt auf B24 entdecken!

Autor

B24

Das könnte Dich auch interessieren

Schreibe ein Kommentar auf B24

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wetter Burgenland
Burgenland Events und Veranstaltungen B24