Apfelkulinarium 2026: Alte Obstsorten und großer Herbstmarkt in Burgauberg-Neudauberg

BURGAUBERG-NEUDAUBERG – Von Perlrenette und Schafnase bis zum Maschanzker: Das Apfelkulinarium 2026 lädt noch bis 25. Oktober ins Streuobst-Kompetenzzentrum Burgauberg-Neudauberg ein, die Vielfalt der südburgenländischen Streuobstwiesen zu entdecken. Rund 150 Apfel- und Birnensorten, Verkostungen, Workshops und ein großer Herbstmarkt am 24. und 25. Oktober stehen auf dem Programm.

Bei einer Pressekonferenz im Streuobst-Kompetenzzentrum stellte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner gemeinsam mit dem Verein Wieseninitiative das Programm vor und informierte über den aktuellen Stand des LEADER-Projekts „Apfelreich – Grenzenlos“.

Das bietet das Apfelkulinarium 2026

Das Apfelkulinarium umfasst eine Sortenausstellung, kommentierte Verkostungen sowie Vorträge und Workshops rund um Obstbau, Baumpflege und Klimawandelanpassung. Für das Schulprogramm am Vormittag haben sich bereits rund 650 Kinder angemeldet.

Auf einen Blick:
📅 Apfelkulinarium: 13. bis 25. Oktober 2026
🍎 Großer Herbstmarkt: Samstag, 24., und Sonntag, 25. Oktober, jeweils 10 bis 16 Uhr – mit regionalen Produkten, Kunsthandwerk, Kulinarik und Kinderprogramm
📍 Streuobst-Kompetenzzentrum Burgauberg-Neudauberg, Höhenstraße 4
ℹ️ Gesamtes Programm: streuobst-zentrum.at

Haider-Wallner: „Streuobstwiesen sind viel mehr als Obstbäume“

„Streuobstwiesen sind viel mehr als Obstbäume. Sie sind wertvolle Lebensräume, prägen unsere Landschaft und bewahren eine Vielfalt, die über Generationen entstanden ist. Damit diese Kulturlandschaft erhalten bleibt, müssen wir sie pflegen und die Früchte auch nutzen. Das Apfelkulinarium zeigt, wie viel Geschmack, Wissen und Leben in unseren Streuobstwiesen steckt“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner.

„Viele alte Apfelsorten kennen wir heute kaum noch, obwohl sie direkt vor unserer Haustür wachsen. Wir wollen diese Schätze wieder sichtbar und schmeckbar machen. Wenn Kinder unterschiedliche Sorten kennenlernen und regionale Produkte neue Wertschätzung erfahren, ist viel gewonnen“, erklärt DI Brigitte Gerger, Geschäftsführerin des Vereins Wieseninitiative.

Streuobstwiese mit alten Obstbäumen im Südburgenland, Region des LEADER-Projekts Apfelreich – Grenzenlos
Sujetbild der Streuobstwiesen. Foto: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner/Hannah Neugebauer

„Apfelreich – Grenzenlos“: Neun Gemeinden für die Streuobstwiesen

Im LEADER-Projekt „Apfelreich – Grenzenlos“ arbeiten neun Gemeinden aus dem Südburgenland und der angrenzenden Steiermark zusammen, um die Streuobstbestände langfristig zu erhalten. Beteiligt sind Burgauberg-Neudauberg, Stegersbach, Ollersdorf, Stinatz, Hackerberg, Wörterberg und Deutsch Kaltenbrunn sowie die steirischen Gemeinden Burgau und Neudau. Die Kartierungen sind bereits abgeschlossen. Erste vorläufige Ergebnisse bestätigen, dass die Bestände weiter zurückgehen. Auf Grundlage der erhobenen Daten sollen nun gemeindespezifische Pflegekonzepte und konkrete Erhaltungsmaßnahmen entwickelt werden.

„Die Kartierungen schaffen eine wichtige Grundlage. Jetzt geht es darum, daraus konkrete Schritte abzuleiten und gemeinsam mit den Gemeinden und den Streuobstwiesenbesitzerinnen und Streuobstwiesenbesitzern Lösungen zu entwickeln“, so Haider-Wallner.

„Pflück mich“-App führt zu Bäumen zum Ernten

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlung von ungenutztem Obst über die „Pflück mich“-App: Sie führt Nutzerinnen und Nutzer zu Bäumen, deren Früchte verkostet oder geerntet werden dürfen. Durch die Verknüpfung mit der Sortendatenbank des Streuobst-Zentrums lassen sich zudem Informationen zu den jeweiligen Obstsorten direkt abrufen.

Neben der Erfassung der Bestände setzt das Projekt auf Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung: Schnitt- und Veredelungskurse, Informationsveranstaltungen, Obstbaum-Sammelbestellungen und Schulangebote sollen das Interesse an der Streuobstkultur stärken. „Streuobstwiesen bleiben nur dann lebendig, wenn wir uns um sie kümmern und ihre Früchte verwenden. Mit dem Projekt wollen wir Menschen für diese besondere Landschaft begeistern und zeigen, wie viel wir gemeinsam bewegen können“, so Gerger.

Sortengärten, Themenwege und Schnitzeljagden geplant

Die Streuobstregion soll für Einheimische und Gäste unmittelbar erlebbar werden. Geplant sind Sortengärten, Themenwege und Fahrradtouren. Über die Homepage des Streuobst-Zentrums sollen künftig außerdem Selbsterntebäume ausgewiesen werden – so finden Menschen, die Obst sammeln möchten, und Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer mit überschüssigen Früchten zusammen. Spielerische Schnitzeljagden für die ganze Familie sollen das Wissen rund um Streuobst zusätzlich auf unterhaltsame Weise vermitteln.

Noch mehr Ideen für Familienausflüge im Herbst gibt es in unserem Halloween-Guide für das Burgenland. Wie Natur- und Artenschutz im Land funktionieren, zeigte Haider-Wallner auch beim Bibermanagement des Naturschutzbunds, und der Naturpark Rosalia-Kogelberg wurde für seine Kulturlandschaft ausgezeichnet.

Quelle: Landesmedienservice Burgenland

Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner/Hannah Neugebauer

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