Zweites MRT für Barmherzige Brüder Eisenstadt: Wartezeit sinkt um ein Drittel
EISENSTADT – Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt erhält ein zweites Magnetresonanztomografie-Gerät (MRT). Mit der Investition in modernste 3-Tesla-Technologie werden die diagnostischen Möglichkeiten deutlich erweitert, zusätzliche Untersuchungskapazitäten geschaffen und die Wartezeiten für Patientinnen und Patienten um rund ein Drittel verkürzt. Die volle Inbetriebnahme ist für Anfang November vorgesehen.
Doskozil: „Möglichst rasch und in hoher Qualität“
Das Land Burgenland setzt damit seine Gesundheitsoffensive fort und investiert gezielt in eine moderne, leistungsfähige und wohnortnahe medizinische Versorgung. „Unser Ziel ist klar: Wer eine medizinische Untersuchung braucht, soll sie möglichst rasch und in hoher Qualität bekommen. Deshalb investieren wir gezielt in moderne Medizintechnik und zusätzliche Kapazitäten. Das zweite MRT in Eisenstadt ist ein weiterer konkreter Schritt, um die Versorgung im Nordburgenland weiter auszubauen und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder als wichtigen Schwerpunktstandort zu stärken“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
Das neue 3-Tesla-MRT ermöglicht insbesondere in der Kardiologie, Neurologie, Onkologie und Orthopädie eine noch präzisere Diagnostik. Kürzlich erfolgte die Übergabe des neuen MRT-Bereichs. Bereits Anfang 2025 hatte das Schwerpunktkrankenhaus mit dem neuen Zentrallabor einen wichtigen Ausbauschritt gesetzt.
Wartezeit sinkt auf 20 Werktage
Das bestehende Gerät ist sowohl für die ambulante Versorgung von Patientinnen und Patienten der öffentlichen Gesundheitskassen als auch rund um die Uhr für stationär behandelte Personen im Einsatz. Mit dem zweiten Gerät kann die Wartezeit um gut ein Drittel auf 20 Werktage verkürzt werden. Für dringend erforderliche Abklärungen werden sehr zeitnahe Termine innerhalb des Akutkontingents vergeben.
„Mit dem zweiten MRT schaffen wir zusätzliche Kapazitäten und damit mehr Planungssicherheit für unsere Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig können wir unseren Versorgungsauftrag für stationär behandelte Personen auch bei weiter steigenden Untersuchungszahlen langfristig sicherstellen. Das ist ein wichtiger Schritt für eine zukunftsorientierte radiologische Versorgung“, sagt Krankenhausgeschäftsführer Dir. Robert Maurer.
Präzisere Bilder, kürzere Messzeiten
Die höhere Feldstärke ermöglicht hochauflösende Aufnahmen bei bestimmten Untersuchungen und kann gleichzeitig kürzere Messzeiten ermöglichen. So lassen sich beispielsweise strukturelle Herzerkrankungen detailliert darstellen, neurologische Erkrankungen wie demyelinisierende Erkrankungen des Gehirns präziser beurteilen und kleine Tumoren besser abgrenzen. Muskulatur und Knochen sind exzellent darstellbar.
„Das 3-Tesla-MRT eröffnet uns neue und noch präzisere diagnostische Möglichkeiten. Wir können mit hoher Bildauflösung arbeiten und bei bestimmten Untersuchungen gleichzeitig von kürzeren Messzeiten profitieren. Davon profitieren sowohl die diagnostische Qualität als auch der Untersuchungskomfort für unsere Patientinnen und Patienten“, erklärt Prim. Dr. Martin Wehrschütz, Vorstand der Abteilung für Radiologie.
Neuer MRT-Bereich mit verbesserter Erreichbarkeit
Auch baulich wurde der neue MRT-Bereich angepasst. Er ist direkt an den bestehenden Bereich auf derselben Ebene angebunden. Patientinnen und Patienten werden weiterhin im bestehenden MRT-Bereich empfangen und administriert. Daran schließt ein neuer Wartebereich an, der auch für liegende Patientinnen und Patienten geeignet ist. Zusätzlich wurden neue Umkleiden, ein Vorbereitungsraum sowie Technik-, Befund- und Lagerräume geschaffen.
„Der Ausbau der Gesundheitsversorgung geht nicht von heute auf morgen. Aber wir bauen unser medizinisches Angebot derzeit so konsequent aus wie kein anderes Bundesland. Entscheidend ist, dass dieser Ausbau bei den Patientinnen und Patienten ankommt: Mit dem zweiten MRT in Eisenstadt schaffen wir mehr Untersuchungstermine und können die Wartezeit um rund ein Drittel reduzieren. Unser Ziel bleibt, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer rasch die Untersuchungen und Behandlungen bekommen, die sie brauchen“, so Doskozil.
Die Investitionen sind Teil der „Masterplanung 2030“ des Krankenhauses und der burgenländischen Gesundheitsoffensive, zu der etwa auch der Einsatz von OP-Robotern und neue Fachbereiche zählen. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder war zuletzt auch bei der Pink Ribbon Matinee mit seinem Brustgesundheitszentrum vertreten.
Quelle: Landesmedienservice Burgenland
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
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