Park4School: 19 Schulen werden Partnerschulen des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel
ILLMITZ – Der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel baut seine Zusammenarbeit mit den Schulen der Region aus. Beim offiziellen Kick-off des Projekts „Park4School“ haben am Mittwoch, 21. Oktober 2026, im Nationalparkzentrum Illmitz 19 Schulen ihre Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Ziel ist, Natur- und Umweltbildung langfristig im Unterricht zu verankern.
Die Partnerschulen bekommen verlässlichen Zugang zu den Bildungsangeboten des Nationalparks – vom Unterricht im Freien über Workshops und Unterrichtsmaterialien bis zu Lernorten im Schutzgebiet, Fortbildungen und Netzwerktreffen. Das Projekt baut auf den guten Erfahrungen des Nationalpark-Clusters Illmitz/Apetlon auf. Die ersten gemeinsamen Aktivitäten starten im November.
Haider-Wallner: „Natur selbst erleben“
„Natur- und Klimaschutz beginnen damit, dass wir verstehen, was es zu schützen gilt. Kinder und Jugendliche sollen die Natur nicht nur aus Büchern kennen, sondern sie selbst erleben, ihre Zusammenhänge entdecken und Fragen stellen können“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner. „Dass bereits 19 Schulen mit dabei sind, zeigt, wie groß das Interesse an diesem gemeinsamen Weg ist.“
Auch für Bildungslandesrätin Daniela Winkler ist das Projekt ein klares Signal: „Wer Kinder für die Natur begeistert, legt den Grundstein für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt. Mit den Nationalpark-Partnerschulen holen wir den Naturschutz direkt in den Unterricht und machen unsere einzigartige Natur- und Artenvielfalt für junge Menschen erlebbar.“
Mehr Schulen als erwartet
Das Interesse übertraf die Erwartungen deutlich. Geplant waren für die beiden Pilotjahre rund elf Schulen. Schon im Schuljahr 2026/27 machen aber 19 Bildungseinrichtungen mit: 13 Volksschulen, vier Mittelschulen, das BG/BRG Neusiedl am See und die Sonderschule Frauenkirchen. 13 davon liegen in Nationalparkgemeinden, sechs in weiteren Gemeinden der Nationalparkregion.
Das Modell hat zwei Stufen: Schulen steigen als Nationalpark-Partnerschule ein und können sich später zur Nationalparkschule weiterentwickeln. Die Schulen des Clusters Illmitz/Apetlon starten wegen ihrer langjährigen Zusammenarbeit gleich als Nationalparkschulen. Die Nationalpark-Pädagogik soll dauerhaft Teil des regulären Unterrichts werden und gemeinsam mit den Lehrkräften gestaltet werden. Strategischer Projektpartner ist die Pädagogische Hochschule Burgenland, abgestimmt wird mit der Bildungsdirektion Burgenland.
Pilotphase bis 2028, voll gefördert
Die Schuljahre 2026/27 und 2027/28 sind die Pilotphase. Ab dem Schuljahr 2028/29 ist der Regelbetrieb geplant, danach sollen die Schulen alle vier Jahre rezertifiziert werden. Finanziert wird das Projekt über den österreichischen GAP-Strategieplan 2023–2027 aus einer Fördermaßnahme des Landwirtschafts- und Umweltministeriums (BML). Es wird zu 100 Prozent aus EU- und Bundesmitteln gefördert und läuft von 2026 bis Ende 2028.
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Quelle: Landesmedienservice Burgenland
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland/Emmerich Mädl
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