Feierliche Eröffnung des Pflegestützpunkt Kobersdorf

KOBERSDORF – Nur zehn Tage nach dem Start des neuen burgenländischen Pflegestützpunkt-Modells ist in Kobersdorf der erste neu errichtete Pflegestützpunkt des Landes feierlich eröffnet worden. Soziallandesrat Leonhard Schneemann, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und dem Roten Kreuz nahmen an der Eröffnung teil.

Errichtet wurde der Standort über die So Wohnt Burgenland GmbH, betrieben wird er vom Roten Kreuz Burgenland. Bereits am Samstag folgt mit Deutsch Jahrndorf der nächste Pflegestützpunkt.

Zentrum der regionalen Pflegeversorgung

Der neue Standort in Kobersdorf übernimmt eine zentrale Rolle in der Region. Neben vier Wohneinheiten für Wohnen im Alter bietet der Pflegestützpunkt auch Tagesbetreuung, mobile Hauskrankenpflege sowie Pflege- und Sozialberatung.

Landesrat Dr. Leonhard Schneemann, Landesrat Mag. Heinrich Dorner und Christa Eckert, Stützpunktleiterin des neuen Pflegestützpunkts Koberdorf freuten sich über das rege Interesse der Bevölkerung.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Landesrat Dr. Leonhard Schneemann, Landesrat Mag. Heinrich Dorner und Christa Eckert, Stützpunktleiterin des neuen Pflegestützpunkts Koberdorf freuten sich über das rege Interesse der Bevölkerung.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Soziallandesrat Leonhard Schneemann betonte bei der Eröffnung:
„Dieser Pflegestützpunkt, wie er jetzt dasteht, ist die Verkörperung der mit 1. April gestarteten Systemumstellung in der Pflegeversorgung und das sichtbare Zeichen für die Pflegepolitik, die das Burgenland seit Jahren konsequent verfolgt: hin zu einem flächendeckenden, gemeinnützigen und verlässlich organisierten Versorgungssystem, in dem die Pflegestützpunkte als Zentren und organisatorische Knotenpunkte der gesamten nicht-stationären Pflege fungieren. So können wir allen Menschen leistbare und qualitätsvolle Angebote für ein Altern in Würde bieten“

Mit der Inbetriebnahme ist die Pflegeregion Kobersdorf, nach Schattendorf und Stinatz, die erste Region, in der das neue System vollständig umgesetzt wird.

Klare Strukturen und Entlastung für Angehörige

Das Rote Kreuz Burgenland übernimmt am Standort die gesamte nicht-stationäre Pflegeversorgung, von der Hauskrankenpflege über Pflegeassistenz bis hin zur Tagesbetreuung.

Schneemann erklärte dazu:
„Damit werden klare Zuständigkeiten und stabile Versorgungsstrukturen geschaffen sowie eine bessere Koordination und langfristige Planungssicherheit ermöglicht. Pflege wird dadurch leistbar, kann in Wohnortnähe stattfinden, und vor allem bietet das System auch eine Entlastung für Angehörige. So kann jeder, der Pflege oder Betreuung benötigt, diese auch bekommen – gemeindenah und -integriert, service- und bedarfsorientiert.“

Wichtiger Ausbau für die Region

Auch Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner unterstrich die Bedeutung des Projekts für den Bezirk Oberpullendorf:
„Der Pflegestützpunkt Kobersdorf ist der erste im Bezirk Oberpullendorf und damit eine bedeutende Ergänzung im infrastrukturellen Ausbau, den das Land Burgenland gemeinsam mit der LIB im Rahmen der unterschiedlichsten Projekte unermüdlich vorantreibt. Denn nicht nur Mobilität oder leistbares Wohnen, sondern auch die wohnortnahe Versorgung im Alter bei Pflegebedarf ist ein entscheidendes Kriterium für die Attraktivität einer Region als Lebensraum. Das Modell der Pflegestützpunkte garantiert eine unkomplizierte Pflegeversorgung für alle Burgenländerinnen und Burgenländer.“

Hauptstützpunkt für mehrere Gemeinden

Der Pflegestützpunkt Kobersdorf fungiert als Hauptstützpunkt der Region und versorgt neben Kobersdorf auch Weppersdorf. Zur Region zählen außerdem Lackenbach, Ritzing, Lackendorf und Unterfrauenhaid. Ein weiterer Standort ist in Lackenbach geplant.

Im Gebäude selbst stehen vier Wohneinheiten, drei für jeweils zwei Personen und eine für eine Person, sowie eine Dienstwohnung für Betreuungspersonal zur Verfügung. Die Tagesbetreuung bietet Platz für bis zu zwölf Personen gleichzeitig, inklusive Verpflegung, Aktivitätenprogramm und Ruheräumen.

Ausbau bis 2029 geplant

Der Ausbau der Pflegestützpunkte im Burgenland erfolgt schrittweise. Bis spätestens 2029 soll bei allen 71 Standorten zumindest der Baustart erfolgt sein.

Kobersdorf ist einer von insgesamt 13 Pflegestützpunkten, die im Jahr 2026 eröffnet werden. Gemeinsam mit Schattendorf und Stinatz sollen damit bis Jahresende 15 Standorte in Betrieb sein. Vier weitere befinden sich aktuell im Bau, bei elf zusätzlichen Projekten ist der Baustart noch heuer geplant.

Mit dem neuen Standort in Kobersdorf setzt das Burgenland einen weiteren Schritt in Richtung flächendeckender und wohnortnaher Pflegeversorgung.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

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